Was ist die GfK?

Was macht Kommunikation mit dem Partner oder den Kindern, mit Kollegen oder dem Vorgesetzten häufig so schwierig? Wie kann ich klar und deutlich auszudrücken, was ich sagen will? Und dabei auch noch zu einer Verständigung miteinander gelangen?

Wenn wir mit anderen reden, teilen wir unseren Standpunkt mit, was wir denken und wie wir uns fühlen. Durch meine Worte versuche ich meiner Umwelt verständlich zu machen, was in meinem Inneren vor sich geht.

Treten Spannungen, Konflikte und Probleme in unser Leben, machen wir uns Gedanken, um die Ursachen hierfür herauszufinden. Dabei finden wir oft einen “Schuldigen”, der die  unangenehme Situation auslöst oder aber wir machen uns Selbstvorwürfe. Drücken wir diese Gedanken in Gesprächen aus, können Konflikte sich verstärken und eine Lösung scheint unerreichbar.

Möchte ich weniger Konflikte in meinem Leben und auftretende Probleme einvernehmlich lösen, ist es sinnvoll mein Verhalten und meine Worte in diesen Situationen zu überdenken. In welchen Situationen entstehen Konflikte? Welche Gefühle und Gedanken löst das Verhalten meiner Mitmenschen bei mir aus? Auf welche Weise reagiere ich?

Jede schwierige Situation, jede Spannung in menschlichen Beziehungen enthält drei Chancen: Erstens, etwas zu lernen über das was wir fühlen, brauchen und was uns wichtig ist und über die Gefühle und Bedürfnisse unserer Mitmenschen. Zweitens, in Verbindung mit dem Anderen zu sein, das heißt auch in schwierigen Situationen an wirklicher Verständigung interessiert zu sein. Und drittens, die Herausforderung zu meistern und die Situation im Interesse aller Beteiligten zu lösen.

Wollen wir Konflikte dazu nutzen uns als Menschen zu begegnen und ein gegenseitiges Verständnis zu entwickeln ist es hilfreich alte Konzepte wie Schuld und Verurteilung hinter uns zu lassen. Wir lernen also eine neue Sprache, eine Sprache, die die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt stellt: die Gewaltfreie Kommunikation.

Marshall B. Rosenberg, der diese neue Sprache entwickelt hat, fand heraus, dass jegliche Gewalt auf dieser Welt ihren Ursprung in unerfüllten Bedürfnissen hat. Er vermutete, dass eine Sprache, die ihre Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse der Menschen richtet, zur Entspannung von Konflikten beiträgt; daher der Name Gewaltfreie Kommunikation (GfK).

Durch die GfK ist es jedem Menschen möglich in lebendigen und erfüllenden Beziehungen zu leben. Das bedeutet klar und deutlich auszudrücken, was mir wichtig ist und was ich brauche und aufmerksam wahrzunehmen, was der andere braucht.

Die Methode der GfK besteht aus vier Schritten. Auszudrücken was ich beobachte, was ich fühle, was ich brauche und worum ich bitten möchte. Diese vier Schritte machen es möglich mein Befinden, meine Werte und Ansichten so auszusprechen, dass sie von meinem Gegenüber verstanden werden. Ebenso erleichtern sie das Zuhören und bringen so Klarheit und Verständigung in Beziehungen.

 

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